Mallorca 2019

Veröffentlicht am:20 Oktober 2019
By Hanna

Mallorca Rennrad und Kletter Reise

9.-16. Oktober 2019

Jeder der behauptet, Mallorca sei nur Ballermann, Sauftourismus und von deutschen Staatsbürgern überschwemmt, der war noch niemals dort bzw hat die Hauptstadt Palma nicht verlassen. Mallorca ist nämlich einer der schönsten Orte, an denen ich jemals war. Die Buchten, das Wasser, die Landschaft, das Essen, die Rennradtouren, die Kletterspots, der Strand, .. (ich könnte die Aufzählung noch ewig fortsetzen)

Für Michi war es die erste Reise auf die Insel, für mich die dritte. Leider nur eine Woche – viel zu kurz für unsere vielen Pläne..

Im Fokus steht das Rennrad fahren. Die Klettersachen haben wir aber auch dabei um vielleicht ein paar coole Spots ausfindig zu machen. Aufgeregt und gespannt was uns die kommende Woche erwarten wird, sitzen wir im Flieger. Bei Regen in München startet die Maschine in Richtung Süden und nach guten 3 Stunden sitzen wir schon in unserem Leihauto. Es geht nach Pollenca, eine Stadt im Norden Mallorcas. Meine Verwandten sind totale Mallorca Fans. 3 Wochen mieten sie jedes Jahr eine Finca und zu unserem Glück ist diese so groß, dass wir die Möglichkeit haben, dort zu wohnen. Falls ihr das ließt – Danke liebe Gabi, danke lieber Hermann 🙂

Mit einem Glaserl Wein und einer majorkinischen Jause wurden wir am Abend willkommen geheißen. Wir planen den morgigen Tag. Rennrad ausleihen bei der Firma Hürzeler in Port Pollenca. Dann gemütliche Rennradtour durch die kleinen Städtchen im Norden.

1. Tag

Wir setzten unseren Plan vom Vorabend um, und fuhren am Vormittag mit unseren Leihrädern über die hügelige Landschaft, zwischen Olivenhainen und Schafherden, von einer Stadt zur nächsten. Ich habe Michi nicht zu viel versprochen – er ist jetzt schon begeistert obwohl die „Mollorca-Klassiker“ erst die kommenden Tage am Programm stehen. Da wird er erst Augen machen! Kaffeepause in Buger, Mittagessen (natürlich Tapas) in Sa Pobla. Feierabendbier und Ausklang des ersten wunderschönen Tages in Pollenca. Blick auf den Tacho: 80 KM

Rennradtour Städterunde Mallorcas Norden
Distanz 75 km | +510m | -510m
  
Download file: 2020-05-18_185874161_Rennradtour Städterunde Mallorcas Norden.gpx

2. Tag

Zeit für eine Tour die man gemacht haben MUSS, wenn man auf Mallorca auf zwei Rädern unterwegs ist. Cap Formentor. Eine leichte Etappe wenn man so wie wir, von Pollenca startet. Landschaftlich ein Traum. Wir schwingen uns bereits um halb 8 auf die Räder und erreichten den Leuchtturm um halb 10. Die Straße ist um diese Zeit noch nicht so stark befahren und die Luft noch angenehm kühl. Ich fahre diese Strecke jetzt das vierte Mal und bin so beeindruckt, als würde ich zum ersten mal die kurvenreiche Straße mit den steilen Klippen entlang fahren. Mittagessen und Badenachmittag am Strand von Port Pollenca.

Rennradtour Cap de Formentor
Distanz 51,1 km | +1070m | -1070m
 
Download file: 2020-05-18_185906894_Rennradtour Cap de Formentor.gpx

3. Tag

Die Rennräder haben heute Pause die Klettergurte allerdings nicht. Das Klettergebiet Mont Port ist zwar ein ganzes Stück weg von Pollenca aber es soll so schön sein, dass wir die 1,5 h Fahrt gerne in Anspruch nehmen. Wir wurden nicht enttäuscht! Der Sector Dragonera bietet einen grandiosen Ausblick auf das offene Meer und auf die Bucht D’Egos. Die Routen sind meist im 6 und 7 Grad. Für mich gab es daher recht wenig zu klettern aber das machte nichts. Das DrumHerum war so schön und wir hatten ja schließlich Urlaub… (3 Routen 5+ der Rest 6 und 7). Den 30 minütigen Fußmarsch von den Felswänden in die Bucht D’Egos sollte man auf alle Fälle Aufwenden. Es lohnt sich 🙂

Anfahrt: Vom Parkplatz (siehe Karte oben) links einem Pfad folgen, der in etwa parallel zum Weg verläuft der zur Cala D’Egos führt. Nach ca 50 Meteren bei der Abzweigung rechts – in 20 Minuten ist man dann beim Sektor Dragonera.
Ausrüstung: Zur Zeit sind alle Routen mit galvanisierten 10-Millimeter-Bolts sowie Ketten mit Ringen als Umlenker ausgestattet.

4. Tag

Roadbike Day! Mein persönliches Highlight – Sa Calobra. Wir fahren mit dem Auto nach Soller und parken dort. Die Räder aus dem Kofferraum, ab zum Port Soller und Tickets für die Bootsfahrt in die Bucht von Sa Calobra kaufen. (Kosten 22€ p.P. – Ist es aber allemal Wert) Wir haben noch eine halbe Stunde Zeit um uns einen Cappuccino direkt am Hafen zu gönnen – so kann der Tag starten! Die Bootsfahrt dauert ca eine Stunde – die imposante Westküste und das spektakuläre Panorama der Tramuntana machen die Fahrt sehr kurzweilig. In der Bucht angekommen, geht es nun die durchschnittlich 7% Steigung hoch zum Coll dels Reis. Kapp 10 Kilometer und unzählige Kehren machen diese Route zu einer der eindrucksvollsten Weltweit. Am höchsten Punkt angekommen ist die Tour aber noch lange nicht vorbei. Zuerst ein Stückchen bergab, muss man dann nochmals 550hm bergauf in die Pedale treten zum Puig Major. Die scheinbar unendlich lange Abfahrt nach Soller lässt unsere Beine ein bisschen entspannen und im Zentrum von Soller ist unsere Tagestour dann auch schon wieder zu Ende. Michi und ich sind uns einig. Definitiv die spektakulärste Etappe.

Rennradtour Sa Calobra – Sóller
Distanz 36,4 km | +1130m | -1120m
Download file: 2020-05-18_185877863_Rennradtour Sa Calobra - Sóller.gpx

5. Tag

Jeden Tag Sonnenschein – besser geht’s nicht! Unser heutiges Tagesziel: Kloster Lluc. Über Campanet sind wir die nicht allzu steile, aber stetig bergauf führende Straße hoch zum Kloster gefahren. Die Ziegen auf und neben der Fahrbahn sorgen für Abwechslung aber auch der Ausblick lassen die Anstrengung fast vergessen. Wir sind heute wieder zu viert unterwegs. Jeder fährt sein Tempo – unsere Gruppe zieht sich über mehrere Meter auseinander – an der Tankstelle warten wir zusammen, um die letzten paar Höhenmeter zum Kloster gemeinsam zu fahren. Am Ziel angekommen, folgte eine kurze Besichtigungstour und eine Pause im kleinen Cafe am Hauptplatz wo wir uns einen Cappuccino und den typisch mallorquischen Mandelkuchen schmecken ließen. Die Abfahrt, am Weinbaugebiet Mortitx vorbei, und das Meer immer im Blick, verläuft rasant. Die Straßenverhältnisse sind super und die zahlreichen Kurven machen richtig Spaß. Zurück in Pollenca ist auch die 4. Radetappe geschafft – kurz – aber für Rennradeinsteiger ausreichend. Am Nachmittag entspannen wir am Pool und genießen die kurze Zeit die uns noch auf der Insel bleibt. Übermorgen in der Früh geht der Flieger nach Hause.

Rennradtour Kloster Lluc von Pollenca
Distanz 55,3 km | +910m | -910m
Download file: 2020-05-18_185814396_Rennrad-Tour nach Lluc.gpx

6. Tag

Letzter Tag und wir sind schon richtig traurig. Heute nutzen wir die Sonnenstunden nochmal um ganz in der Nähe ein Klettergebiet auszukundschaften. Von Port Pollenca hoch Richtung Cap de Formentor. Am Aussichtspunkt Mirador es Colomer beginnt der kleine Steig zum Sector La Creveta.

Die Kletterei ist super, etwas plattig, aber bei über 50 Routen finde sogar ich einiges was schaffbar ist. Dass wir bei dem Angebot an Touren und der wahnsinns Aussicht nicht die Einzigen sind, versteht sich.

Wir kosteten die letzten Stunden voll aus, und kehrten erst Abends zur Finca zurück. Jetzt noch schnell einkaufen, Garnelen, Tintenfisch, ein paar Flaschen Wein, dann beginnt das Abschieds- und Dankeschön Essen für unsere Quartiersherren. Wir wollen ja schließlich nächstes Jahr wieder vorbei kommen dürfen 😉

Wehmütig steigen wir in den Flieger – dass wir uns das nächste Mal wieder nicht zwischen Klettern und Rennrad fahren entscheiden können, ist jetzt schon klar. Es gibt noch so viel zu entdecken – mal auf zwei rädern, mal im Klettergurt – mal so mal so eben….

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