Klettertour westl. Hochgrubachspitze – neue Südwand

Veröffentlicht am:20 Oktober 2019
By Hanna

Klettertour neue Südwand

Wilder Kaiser

19. Oktober 2019

Heute ist Michi’s Geburtstag und da die Zeiten von wilden Partys schon lange vorbei sind, starten wir um 7 Uhr früh unsere Tagestour.

Vorhaben: neue Südwand – auf die westliche Hochgrubachspitze. Die Wand ist vom Tal betrachtet wirklich beeindruckend und ich kann mir kaum vorstellen, dass da eine Route durchführt die für mich zu klettern ist, so glatt schaut sie aus.

AUF 2 RÄDERN DEM WILDEN KAISER ENTGEGEN

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Prama – Waldparkplatz. Mit Bike so wie in unserem Fall ist das die beste Variante, da man vom Parkplaz einer breiten Forststraße entlang bis zur oberen Regalm fahren kann. Fahrzeit ca 1h (mit E-Bike und gedrückten Turboknopf natürlich viel schneller)

Von dort dann zu Fuß über die Ackerlhütte ins Hochgrubachkar. Bei der ersten Weggabelung links (Gildensteig) und dann rechts auf den rot markierten Steig Richtung Schönwetterfensterl.

SCHON BIS ZUM EINSTIEG EINE KRAXLEREI

Der Einstig ist nicht leicht zu finden und die felsigen Steilstufen verlangen bereits eine leichte Kletterei. Unbedingt dann rechts halten und den Steigspuren unter die markante pyramidenförmige Südwand folgen. Dort befindet sich dann das Rucksackdepot, wo wir uns umziehen und nur mehr mit leichtem Gepäck den Einstieg der Tour suchen. Es geht nochmal über einen Schrofengürtel hinauf bis unter die Wand, dem Steig (Gamssteig) enlang und nochmal kurz aufwärts auf ein kleines Band am Fuß der Plattenwand (2. Grad). Endlich stehen wir vor dem Einstieg!

GEHEIMTIPP

Die Kletterei ist schön und abwechslungsreich. Schwere Passagen wechseln immer wieder mit leichten. Mal total plattig, dann wieder bisschen Grasgepolstert. Für mich im Nachstieg super zu meistern! Versichert ist die Tour aber sehr mager – Erfahrung im Alpinen Bereich und Selbstsicherung durch Friends ist zwingend notwendig.

Wir haben einen super Tag erwischt, denn die Sonne ist so angenehm, dass wir sogar Ende Oktober keine Jacke brauchen. Die Stille und der tolle Ausblick machen diese Tour zu einem richtigen Geheimtipp.

DA BLIEB MIR WIEDER EINMAL DIE LUFT WEG

Die letzte Seillänge zum Gipfel führt über stufiges Gelände und bedarf keiner großen Anstrengung und trotzdem blieb mir beim Gipfelkreuz die Luft weg. Ich hatte selten so eine beeindruckende Landschaft gesehen wie an diesem Tag. Das Wolkenmeer im Tal, die schrofenartigen Spitzen des Kaisergebirges, die Krähen die über die Felsen kreisen, es war überwältigend.

DER ABSTIEG – EINE HERAUSFORDERUNG

Nach einer Jause und dem Verstauen der Kletterausrüstung begannen wir mit dem Abstieg. Vom Gipfel zuerst den Grat entlang nach Norden und über steiles Gras und Schrofen zurück zum Rucksackdepot. Immer den Steigspuren und den Markierungen folgen! Ist manchmal schwer zu finden und definitiv kein leichtes Gehgelände.

Vom Rucksackdepot dann wieder der Aufstiegsspur entlang nach unten und mit dem Bike zurück zum Auto. Es dämmerte schon leicht, als wir den Parkplatz erreichten, daher unbedingt zeitig Aufbrechen. Eine wunderbare Tagestour, die aber körperlich schon einiges abverlangt.

Das war sie, die Geburtstagstour auf die westliche Hochgrubachspitze 🙂

Sterne von uns!

TOURENINFO

Wandhöhe: 250 m

Kletterlänge: ca 400 m

Schwierigkeit: 6+ (beide Quergänge 6+, wobei man in der ersten Seillänge besser gerade über den Bohrhaken hinaufklettert, ebenfalls 6+), Rest meist 4 bis 5+

Einstieg: Ausgangspunkt ist der Parkplatz Prama – Waldparkplatz. Mit Bike so wie in unserem Fall ist das die beste Variante, da man vom Parkplaz einer breiten Forststraße entlang bis zur oberen Regalm fahren kann. Fahrzeit ca 1h (mit E-Bike und gedrückten Turboknopf natürlich viel schnell) Von dort dann zu Fuß über die Ackerlhütte ins Hochgrubachkar. Bei der ersten Weggabelung links (Gildensteig) folgen und dann rechts auf den rot markierten Stieg Richtung Schönwetterfensterl. Unbedingt dann rechts halten und den Steigspuren unter die markante pyramidenförmige Südwand folgen. Dort befindet sich das Rucksackdepot. Es geht nochmal über Schrofengürtel hinauf bis unter die Wand – dem Steig (Gamssteig) enlang, und nochmal kurz aufwärts auf ein kleines Band am Fuß der Plattenwand (2. Grad).

Abstieg: Vom Gipfel zuerst den Grat entlang nach Norden und über steiles Gras und Schrofen zurück zum Rucksackdepot. Immer den Steigspuren und den Markierungen folgen! Ist manchmal schwer zufinden und definitiv kein leichtes Gehgelände.

Exposition: Süd

AUSRÜSTUNG

Helm

Klettergurt

10 Expressen

Doppelseil 50 Meter

Stopper, Friends bis Gr. 3

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