Testbericht – Doghammer Schuhe

Veröffentlicht am:08 November 2020
By Hanna

Juhuuu ! neue Schuhe !

Aber es sind nicht nur irgendwelche Schuhe, es sind die neuen Doghammer Schuhe – schon mal davon gehört? Die Schuhe sind uns letztes Jahr auf der Alpinmesse sofort ins Auge gestochen, weil ganz viel Kork und ganz viel Skitourenfelle – endlich mal was Neues am Outdoormarkt!   Allen voran steht aber die Nachhaltigkeit – aber nicht die Nachhaltigkeit, die oftmals geheuchelt wird weil ja momentan in Mode – nein echte Nachhaltigkeit – durchdacht, super umgesetzt und mit einem gewissen Charme.

Umso mehr freuen sich Michi und ich jetzt die Doghammer auf Herz und Nieren zu Testen. Weil am Ende muss das Produkt an sich überzeugen. Wir sind gespannt!  Und schon geht’s los!  

AUSSEN: HUI

Die Verpackung ist vielen wahrscheinlich total egal – Hauptsache der Inhalt passt. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Verpackung bereits etwas über die Firma und in weiterer Folge auch über das Produkt aussagt. Bei Doghammer ist der Karton schlicht gehalten, naturfarbig mit schwarzem Schriftzug. Modern und clean.

Schon mal Schuhe in einer Schachtel bekommen ohne Papier? Also ich selten… bzw nie… Aber mal ehrlich, wer braucht denn den ganzen Papiermüll der da rum gewickelt ist? Wir definitiv nicht! Kein Müll bei Doghammer – finden wir schon mal gut!

INNEN: HOLA DIE WALDFEE

Die Schuhe sind super schön verarbeitet und sehen wirklich lässig aus! Beim Damenmodell steht das Material Kork definitiv im Vordergrund, das Herrenmodell ist da etwas schlichter gehalten. Wir haben lange überlegt aber wir konnten uns nicht entscheiden welcher schöner ist. 🙂

Zum Putzen ist das Korkmodell praktischer – einmal darübergewischt und sauber. Da ist das Herrenmodell etwas im Nachteil. 

Auch das Profil unterscheidet sich. Michis Schuh hat die klassische Sohle, wie man sie bei den meisten Freizeitschuhen kennt. Da ist meiner schon etwas ausgefallener – find ich cool!

Grundsätzlich würd ich sagen, dass meiner der „sportlichere“ ist und Michis Modell eher das Freizeitmodell – das spiegelt sich auch im folgenden Gewichtstest wieder.

ICH HAB 795 GRAMM SCHUHE

Für uns ist das Gewicht nur wichtig, wenn wir die Schuhe als „Zustiegsschuhe“ zu Kletterrouten verwenden, und diese dann beim Klettern an unseren Gurt hängen. Daher hab ich mal meine Küchenwaage aktiviert.

Das Damenmodell (in Größe 40) wiegt 795 Gramm – ist das schwer? Ja? Nein? Vielleicht?

Ich hab zum Vergleich mal mein La Sportiva Modell, welches ich momentan als Zustiegsschuh verwende, abgewogen. 670 Gramm. 125 Gramm Unterschied.

Noch größer ist der Unterschied bei Michis Schuh. Der Doghammer wiegt 992 Gramm – sein La Sportiva 741 Gramm. Ganze 251 Gramm schwerer.

Das ist schon viel und daher lagen wir mit unserer Einschätzung, dass dieses Doghammer Modell mehr als Wander-, Freizeit- und Trekkingschuh Verwendung findet, richtig.

Bei meinem Korkschuh sind‘s nur 125 Gramm das find ich noch ganz OK, daher hab ich ihn mal auf eine unserer Klettertouren mitgenommen.

Das erste was mir auffiel als ich den Schuh ca eine Stunde anhatte, war, dass er wirklich super warm hällt. Das hab ich mir mal genauer angeschaut:

Die herausnehmbare Sohle besteht aus 3 Schichten. Oben Kork, das rote in der Mitte ist EVA und unten ist Kokos. (lt Homepage Doghammer)

Hab mal googeln müssen was EVA ist: „EVA ist die Abkürzung für Ethylenvinylacetat, einem kautschukähnlichen Kunststoff, der sich durch eine hohe Wärmebeständigkeit auszeichnet und auch bei kalten Temperaturen widerstandsfähig und besonders langlebig ist. …“

Also ich bin jetzt schlauer und ihr hoffentlich auch 😉

Ich hab ja schnell kalte Füße, da ist so ein Schuh genau der Richtige für mich. Daher ein großer Pluspunkt für die Doghammer!

AUFFI MIASS MA, AUFFI

In punkto Bequemlichkeit kann ich nicht anders und muss volle 5 Sterne vergeben. Kein Druck, kein Scheuern – und das bei nagelneuen Schuhen.

Der Zustieg zu unserer Klettertour war steil, mit teils losem Geröll – zu meiner Überraschung hatte ich einen echt guten Halt, obwohl das Profil ja nicht so tief wie zB. bei den LaSportiva ist. Auch TOP!

Einen kleinen Abzug bekommen sie in Punkto Schuhbänder – die sind mir etwas zu kurz. Hängt vl auch damit zusammen, dass ich Größe 40 hab, aber eine Masche zu Binden ist schon eine kleine „Fummelarbeit“. Ein Doppelknoten unmöglich.

DIE DOGHAMMER AUF IHRER ERSTEN KLETTERTOUR

Die Laschen, zum Fixieren am Klettergurt, die für meinen Geschmack etwas zu lang sind, sind gut verarbeitet. Ich hatte keine Angst, dass der Schuh unterm klettern plötzlich das Weite suchen könnte.

Am letzten Stand hab ich mir dann sofort die Doghammer angezogen, um für das Abseilen meinen Zehen etwas Entspannung zu gönnen. Man schlüpft wirklich problemlos und schnell rein ohne großes „rum Gewürge“. Wahrscheinlich durch die stabile Ferse, die man beim reinschlüpfen nicht so leicht nach unten treten kann. Super Handhabung auch in schwierigen und steilen Gelände – check!

FAZIT

Unser Motto lautet ja „mal so, mal so“ und mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten haben die Doghammer bei uns genau das richtige Daheim gefunden. 😉

Fair, Natürlich, Hand gefertigt, optisch wirklich wunderschön, bequem und auch im Herbst und Winter warm.

An alle Outdoorfreaks die das Besondere und Nachhaltige lieben – schaut’s euch die Schuhe an, und probiert sie aus. Es weads a Gaudi hom, auf guad Tirolarisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.