Gosaukamm Rinnen erklimmen

Veröffentlicht am:14 März 2021
By Hanna

Gosaukamm (nördliche Kalkalpen)

7. März 2021

Der Gosaukamm, ein Grenzgebierge zwischen Salzburg und Oberösterreich hat mit seinen vielen, wunderschönen Steilrinnen so richtig viel zu bieten.

Wir sind in Salzburg, bei Bianca und Chris in Salzburg, die uns auf deren Couch Asyl gewähren. Abendliches  Gesprächsthema: „wos damma ez morgen“. Wetter Apps gestartet, Kollegen anschreiben, die im Gosaukamm die letzten Tage unterwegs waren, Routen anschauen, planen, Plan verwerfen, neu planen, Vorschläge sammeln und schließlich sich auf eine Tour einigen.

Wir haben uns nun auf eine Tour mit schöner Steilrinne um die 50° auf der Nordseite des Gosaukamms geeinigt. Südseitig höchstwahrscheinlich zu wenig Schnee, daher ist die Angersteinrinne, die eigentlich unsere erste Wahl gewesen wäre, rausgeflogen.

„Schaun ma moi, dann sehen ma schon“

6 Uhr Abfahrt nach Oberösterreich zum vorderen Gosausee. Von hier startet unsere Tour. Anfangs noch recht wenig Schnee, im Waldstück dann gar keiner mehr. Wir müssen unsere Ski auf den Rucksack schnallen und zu Fuß weitergehen. Kurze Lagebesprechung. Wie weit müssen wir wohl zu Fuß hoch? Macht das Sinn? Retour müssen wir nämlich dann auch wieder die Skier abschnallen. Wir entschieden uns fürs weitergehen.

Spitzkehren-Tango Deluxe

Die Entscheidung weiterzugehen war richtig, kaum aus dem Wald draußen, war genügend Schnee um unsere Tour fortzusetzen. Ja sogar mehr als genug! Die letzten 200 Höhenmeter der Rinne entlang wurde es durch den vielen Schnee eine konditionelle Herausforderung. Spitzkehren-Tango der Extraklasse. Außer die letzten 5 Meter bis zum Ausstieg gingen wir mit den Skiern. Es war meine erste Steilrinne und beim Blick nach unten hatte ich schon ein wenig Bauchkribbeln. Mehr Aufregung als Vorfreude muss ich gestehen. Nun aber mal eine Pause in der Sonne und die solle Aussicht genießen.

Hau di owi! Vü Spaß!

So wurde ich bei der Einfahrt in meine erste Steilrinne verabschiedet 😉

Und ja, ich hätte es mir nicht gedacht, es machte wirklich Spaß! Nach wenigen Sekunden ist der steilste Teil dann auch schon wieder Vorbei und der Hang wird breiter. Kaum verspurt und Pulverschnee. Ein Traum! Es folgte ein kurzes Waldstück und dann den Wanderweg entlang solang es die Schneelage zulässt fahren, dann gehen. Macht aber nichts, es hat sich definitiv gelohnt, auch wenn wir nun ca eine halbe Stunde zu Fuß zurück zum Gosausee wandern.

TOURENINFO

Höhendifferenz: +1300m

Parkplatz: vorderer Gosausee

Exposition: N

Name: Mannltiefrinne

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